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Public Health

Newsletter von Gesundheit-EU 194. – Fokus

Rückblick und Ausblick: Halbzeitüberprüfung der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt hilft bei der Festlegung künftiger Maßnahmen

Die kürzlich abgeschlossene Halbzeitüberprüfung der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt 2015 bot Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme der Fortschritte im eHealth-Bereich und zur Vorbereitung künftiger Maßnahmen. Tapani Piha, Leiter des eHealth-Referats der GD SANTE erläutert die Pläne der Kommission.

Das Wichtigste zuerst: Was genau ist der digitale Binnenmarkt?

Ein Umfeld, in dem der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet ist und in dem Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen ungehinderten Online-Zugang zu Waren und Dienstleistungen haben. Die Schaffung und Förderung dieses Marktes, der der europäischen Wirtschaft 415 Milliarden Euro und weitere wichtige Vorteile bringen könnte, ist eine der obersten Prioritäten der Kommission.

Wie kann sich der digitale Binnenmarkt auf die öffentliche Gesundheit auswirken?

Er kann eine wichtige Triebkraft für die Förderung der dringend notwendigen Reform der Gesundheits- und Sozialfürsorgemodelle in Europa sein. Besonders interessant sind die Erfassung und der Austausch von Gesundheitsdaten sowie neue Apps und andere Neuerungen zur Überwachung der Gesundheit.

Durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens werden Entwicklung und Ausbau neuer integrierter Gesundheits- und Pflegedienste in Europa beschleunigt. Dies hat nicht nur positive Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität der EU-Bürgerinnen und -Bürger , sondern fördert auch die Nachhaltigkeit dieser Dienste und die Wirtschaft .

Welches sind die wichtigsten Entwicklungen?

Die Europäischen Referenznetze werden völlig neue Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung von Patienten mit seltenen Krankheiten eröffnen, denen das Know-how von Spezialisten aus der gesamten EU zugutekommen wird. Darüber hinaus wenden diese Netze digitale Lösungen an, die den Weg für einen breiteren Einsatz der Telemedizin ebnen können.

Eine weitere Entwicklung unter vielen ist die Erleichterung des grenzüberschreitenden Austauschs von elektronische Verschreibungen und Patientenakten. Von dieser Neuerung der digitalen e-Health-Dienstinfrastruktur profitieren besonders Reisende.

Welche künftigen Maßnahmen sind laut Halbzeitüberprüfung erforderlich?

Eine koordinierte, kohärente Vorgehensweise in Bezug auf digitale Innovationen im Gesundheitswesen und im Pflegebereich als Teil der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt. Bislang wurden Vorschläge für drei Schwerpunktbereiche vorgelegt: 1. Uneingeschränkte Wahrnehmung des Rechts aller Bürgerinnen und Bürger, Zugang zu ihren persönlichen Gesundheitsdaten zu erhalten und dieser weiterzugeben; 2. Förderung der Entwicklung einer sicheren Infrastruktur für Gesundheitsdaten, um diese für die Zwecke der Forschung, Prävention von Krankheiten und der individuellen Gesundheitsversorgung zu bündeln; 3. Zusammenarbeit auf europäischer Ebene, um die Einführung innovativer Lösungen wie Telemedizin und mobile Gesundheitsanwendungen in großem Umfang zu beschleunigen.

Aktivitäten auf EU-Ebene

eHealth

Europäische Kommission – Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

eHealth

Europäische Kommission – Digitalwirtschaft und Gesellschaft

Digitaler Binnenmarkt

Europäische Kommission – Digitalwirtschaft und Gesellschaft

Aktuelles

Fazit der Halbzeitüberprüfung der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt: gute Fortschritte

Die Strategie für den digitalen Binnenmarkt wurde im Jahr 2015 eingeleitet. Der Überprüfungsbericht stellt die bisherigen Fortschritte und noch durchzuführenden Arbeiten zur Halbzeit des vierjährigen Planungszeitraums heraus. Die Kommission hat beispielsweise eine Mitteilung verabschiedet, in der sie sich auch über den digitalen Wandel im Gesundheitswesen und in der Pflege äußert.

10 Dinge, die Sie sich auf der „eHealth-Woche“ 2017 auf keinen Fall entgehen lassen sollten!

Werfen Sie dazu einen Blick in den Newsletter der Kommission mit den Schwerpunktthemen elektronische Gesundheitsdienste (eHealth), Bevölkerungsalterung und Wohlbefinden. Entdecken Sie die neuesten Entwicklungen im eHealth-Bereich, beispielsweise eine App zum Erkennen der Parkinson-Krankheit oder mit Sensoren versehene Kleidung, die die Bewegungen von Schlaganfall-Patienten analysieren kann.

Europäische Referenznetze: Hoffnungsträger für Patienten mit seltenen Krankheiten

Diese Netze wurden im März 2017 ins Leben gerufen. Sie sollen die Kontakte zwischen Patienten mit seltenen Krankheiten und Spezialisten erheblich erleichtern. Genauere Infos zu den Europäischen Referenznetzen im Bereich Gesundheit finden Sie in der Ausgabe des Newsletters von „Gesundheit EU“ vom 9. März 2017.

Digitale Dienstinfrastrukturen (Digital Service Infrastructures, DSI) für vernetzte, grenzüberschreitende Dienstleistungen

Mit der Kerndienstplattform auf EU-Ebene sind nationale Infrastrukturen verknüpft. Die sektorspezifische eHealth-DSI für den Austausch von elektronischen Verschreibungen und Patientenakten zwischen den Mitgliedstaaten soll 2018 in Betrieb genommen werden.

Studie der Europäischen Kommission über „Big Data“ in den Bereichen öffentliches Gesundheitswesen, Telemedizin und Gesundheitsfürsorge

Die Studie umreißt politische Empfehlungen für 10 Bereiche: Sensibilisierung, Aus- und Weiterbildung, Datenquellen, offene Daten und Datenaustausch, Anwendungen und Inhalte, Datenanalyse, Steuerung des Zugangs zu Daten und deren Verwendung, Normen, Finanzierung und Finanzquellen sowie Rechts- und Datenschutz.

Intelligente offene Dienste (epSOS): wichtigste Ergebnisse und Perspektiven

Die wichtigsten Ziele dieses Projekts waren die Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Gesundheitsversorgung für Bürgerinnen und Bürger auf Reisen in Europa sowie die Entwicklung eines praktischen eHealth- Rahmens mit entsprechender IKT-Infrastruktur. Das Projekt förderte den Austausch von elektronischen Verschreibungen und Patientendossiers, der in Zukunft über die eHealth-DSI laufen soll.

Gesamteuropäisches Projekt e-SENS: Wegbereiter für grenzübergreifende digitale öffentliche Dienste

Im Rahmen des e-SENS-Projekts beteiligten sich über 100 öffentliche und private Akteure aus 22 Ländern mit dem Ziel, die Arbeiten früherer Großpilotprojekte zu konsolidieren und generische IT-Lösungen für die grenzübergreifende, bereichsunabhängige Kommunikation anzubieten.

Projekte im Rahmen des Programms „Gesundheit“

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