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Public Health

Newsletter von Gesundheit-EU 252 – Fokus

EU4Health – eine stärkere Gesundheitspolitik mit einem größeren Haushalt

Anne Bucher, Generaldirektorin der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Kommission, spricht über das ehrgeizige neue Programm „EU4Health“, das mit einer Mittelausstattung von 9,4 Milliarden Euro die Gesundheitssysteme stärken und die EU auf künftige Gesundheitsrisiken vorbereiten soll.

Was ist neu an diesem Ansatz?

EU4Health ist der Vorschlag der Kommission für ein ehrgeiziges, eigenständiges Gesundheitsprogramm für den Zeitraum 2021–2027. Es ist eine umfassende Antwort auf die politische Forderung, die Lehren sowohl aus der Covid-19-Krise als auch aus früheren Gesundheitsprogrammen umzusetzen.

Die Kommission schlägt vor, 9,4 Milliarden Euro für EU4Health bereitzustellen, was einen erheblichen Anstieg gegenüber den derzeit geplanten Ausgaben für die EU-Gesundheitsprogramme für den Zeitraum 2021–2027 (413 Millionen Euro) darstellt. Umfang und Zielsetzung des Programms senden ein klares Signal, dass wir die Gesundheitspolitik der EU ernst nehmen. Um die größtmögliche Wirkung zu erzielen, werden wir auch Synergien zwischen EU4Health und anderen EU-Programmen und -Fonds mit ähnlichen Zielen aufbauen.

Das Programm EU4Health wird die Reaktionsfähigkeit der EU angesichts schwerwiegender grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren und die Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme verbessern. Dies ist nicht nur wichtig im Hinblick auf künftige Epidemien, sondern auch angesichts der mit einer alternden Bevölkerung und Ungleichheiten im Gesundheitszustand verbundenen Herausforderungen.

Was sind die Schwerpunkte von EU4Health?

Die aktuelle COVID-19-Krise zeigt uns, dass auf EU-Ebene mehr getan werden muss, um Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten zu gewährleisten. EU4Health wird die Lehren aus COVID-19 mit der Fortsetzung der Arbeit zu langfristigen Gesundheitsthemen wie Krebs, Impfungen oder Arzneimittel kombinieren. Das Programm hat drei Schwerpunkte:

  • Schutz der EU-Bürger/innen vor schwerwiegenden grenzübergreifenden Gesundheitsgefahren und Verbesserung der Krisenbewältigungskapazität,
  • Gewährleistung der Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Arzneimitteln, Medizinprodukten und anderen krisenrelevanten Produkten, und
  • Stärkung der Gesundheitssysteme und der Arbeitskräfte im medizinischen Bereich vor allem durch Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention.

Neben Krisenvorsorge und Krisenreaktionsfähigkeit setzt das Programm weitere langfristige Schwerpunkte, zum Beispiel Ungleichheiten im Gesundheitszustand, ungleiche Verteilung der medizinischen Versorgung oder nicht übertragbare Krankheiten wie Krebs.

Das Programm muss dynamisch und flexibel sein, um sich an neue Herausforderungen anpassen und den aufkommenden Bedürfnissen und Prioritäten der EU und ihrer Mitgliedstaaten gerecht werden zu können. Die Lenkungsgruppe für Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und Management von nicht übertragbaren Krankheiten wird uns helfen, die richtigen Schwerpunkte zu setzen.

Was sind die nächsten Schritte?

Sobald der Vorschlag von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament erörtert und angenommen wurde, werden wir ab dem 1. Januar 2021 spezifische Maßnahmen einleiten. Dabei wird die Krisenbewältigung an erster Stelle stehen.

Aktivitäten auf EU-Ebene

Programm EU4Health

Europäische Kommission – Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

EU-Gesundheitsprogramm

Exekutivagentur für Verbraucher, Gesundheit, Landwirtschaft und Lebensmittel (Chafea)

Aktuelles

Neues Gesundheitsprogramm EU4Health erhält Mittelausstattung von 9,4 Milliarden Euro

Das Coronavirus brach überraschend aus, so dass die unzureichend vorbereiteten Gesundheitssysteme rasch ihre Belastungsgrenzen erreichten. Das neue EU4Health-Programm wird die Gesundheitssicherheit verstärken und sowohl auf künftige Gesundheitskrisen vorbereiten als auch die Gesundheitssysteme insgesamt zukunftsfester machen.

EU4Health: Fragen und Antworten zum neuen Gesundheitsprogramm der EU

Was ist das neue Programm „EU4Health“ und wie wird es zur Verbesserung der Gesundheitssysteme in der EU beitragen? Erfahren Sie mehr in diesen Fragen und Antworten.

Factsheet: Das Wichtigste zu EU4Health

In diesem Factsheet werden wichtige Elemente des neuen, ehrgeizigen Programms „EU4Health“ anschaulich und verständlich erläutert.

Kommissarin Stella Kyriakides begrüßt EU4Health als „neues Kapitel in der EU-Gesundheitspolitik“

Auf einer Pressekonferenz am 28. Mai 2020 erklärte Kommissarin Kyriakides, dass das neue EU4Health-Programm einen Wendepunkt in der Herangehensweise der EU an das Thema Gesundheit darstellt und ein deutliches Signal an die Bürgerinnen und Bürger sendet: Ihre Gesundheit ist mehr denn je eine Priorität der Kommission.

Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Instrumente zur Unterstützung des Konjunkturprogramms der Europäischen Kommission

Jedes Programm und jeder Euro im Rahmen von „Next Generation EU“ werden dazu verwendet, den dringendsten Notwendigkeiten des Aufbaus in den EU-Mitgliedstaaten und ihrer Partner gerecht zu werden.

Projekte im Rahmen des Programms „Gesundheit“

EU-Gesundheitsprogramme: Eine gute Sache wird noch besser

Die EU unterstützt Projekte zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit, zur Vorbeugung von Krankheiten und zur Beseitigung von Gesundheitsgefahren. Über die drei Gesundheitsprogramme wurden bis jetzt fast 1000 Projekte und Maßnahmen finanziert. Das neue Programm EU4Health wird umfassender und ehrgeiziger sein als alle Vorgängerprogramme zusammen!

Weitere Links zum Thema

Europäischer Sozialfonds Plus (ESF+)

Aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) wird der Zugang schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen zur Gesundheitsversorgung unterstützt.

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung trägt zur Verbesserung der regionalen Gesundheitsinfrastruktur bei.

Horizont Europa

Horizont Europa unterstützt unter anderem die Gesundheitsforschung. Die Mittelausstattung dieses Programms wird im Rahmen von „Next Generation EU“ um 94,4 Milliarden Euro aufgestockt, um wichtige Forschungsprojekte in den Bereichen Gesundheit, Resilienz sowie ökologischer und digitaler Wandel zu finanzieren.

EU-Katastrophenschutzverfahren/rescEU

rescEU hilft beim Anlegen von Lagerbeständen für die medizinische Notfallversorgung und erhält unter dem neuen Katastrophenschutzprogramm zusätzliche Mittel in Höhe von zwei Milliarden Euro, um die EU durch den Ausbau dieser Kapazitäten besser auf künftige Krisen vorzubereiten.

Digitales Europa

Das Programm „Digitales Europa“ und die Fazilität „Connecting Europe“ tragen zur Schaffung einer digitalen Infrastruktur bei, die für die digitalen Gesundheitsinstrumente benötigt wird.